Wie kann ich im Vaira Office ein Verzeichnis mit Objekten wie Bauteilen oder Leistungspositionen ausstatten?
Erfahre, wie du Objekte zu Verzeichnissen hinzufügen kannst.
Bevor du startest: Du solltest dich bereits Grundlegend mit Verzeichnissen auskennen, bevor du an das Bestücken mit Bauteilen oder Leistungsobjekten gehst. Mehr dazu erfährst du hier: Verzeichnisse.
Ebenfalls gut zu wissen: Richte am besten immer erst das Verzeichnis mit allen Feldern ein, bevor du anfängst, deine einzelnen Objekte hinzuzufügen. Wie du das machst, erfährst du in diesem Artikel: Wie kann ich meine Verzeichnisse im Vaira Office aufbauen und die Struktur meiner Verzeichnistabelle ändern?
Die Bearbeitung deines Verzeichnisses starten
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Klicke im Vaira Office links in der Seitennavigation auf den obersten Menüpunkt, der dich zur Verzeichnisliste führt.
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Wähle ein bestehendes Verzeichnis per Klick aus oder erstelle ein neues Verzeichnis.
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Du gelangst zur Detailansicht des (neu erstellten) Verzeichnisses.

Hinweis: Ab hier unterscheidet sich das Vorgehen zwischen ganz neuen, unveröffentlichten Verzeichnissen und bereits bestehenden Verzeichnissen. Falls du ein ganz neues Verzeichnis erstellt hast, kannst du den folgenden Absatz überspringen.
Ein bestehendes Verzeichnis bearbeiten
Falls dein Verzeichnis schon einmal veröffentlicht war, befindest du dich zunächst in einer Revision. Im Screenshot ist das die Revision 6 im Dropdown über der Liste. Du kannst zwischen alten Revisionen wechseln, um auch alte Versionierungen deines Verzeichnisses als Grundlage für die Weiterarbeit zu nutzen.
Um eine Revision zu verändern, wähle die gewünschte Revision aus und klicke anschließend auf den Button Bearbeiten. Daraufhin ändert sich die Auswahl an Buttons: neben der aktuellen Revision, die nun Unveröffentlichte Änderungen heißt, findest du außerdem den Button Objekt hinzufügen, den Button Veröffentlichen und einen Drei-Punkte-Button mit weiteren Optionen.
Objekte hinzufügen
Um weitere Objekte wie Bauteile oder Leistungen zu deinem Verzeichnis hinzuzufügen, gehe folgndermaßen vor:
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Klicke auf den Objekt hinzufügen Button.
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Gib dem Objekt im Popup einen Anzeigenamen und eine individuelle ID.
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Klicke anschließend unten rechts im Popup auf Erstellen.
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Anschließend öffnet sich automatisch das Innere deines Objekts.

Der Aufbau deiner Objekte
Allgemeiner Aufbau
Der Aufbau deiner Objekte ist immer gleich: oben hast du allgemeine Informationen und Optionen, unter Objekteigenschaften kannst du Informationen hinterlegen (bspw. Preise für bestimmte Leistungen, die innerhalb einer Revision immer gleichbleibend sind), die für jedes Objekt gelten sollen, die aus diesem Objekt erstellt werden und unter Objektfelder kannst du Felder nutzen, die erst im Laufe eines Auftrags ausgefüllt werden können (bspw. konkrete Seriennummern von Bauteilen).
Was für Objekteigenschaften und Objektfelder hier in deinen Objekten angezeigt werden, steuerst du über die allgemeine Verzeichnistabelle; mehr dazu erfährst du hier: Wie kann ich meine Verzeichnisse im Vaira Office aufbauen und die Struktur meiner Verzeichnistabelle ändern?
Die einzelnen Bereiche erklärt

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Oben siehst du erneut den Anzeigenamen.
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Darunter kannst du dem Objekt ein Symbol hinzufügen. Das ist besonders dann wichtig, wenn dieses Objekt in Vermessungen referenziert wird und auf der digitalen Skizze angezeigt werden soll. Um ein Symbol zuweisen zu können, brauchst du zunächst einen Symboldatensatz, den du im Vaira Office in einem anderen Menü pflegst. Wie genau du das machst, erfährst du hier: Wie erstelle ich einen Symboldatensatz und füge ihm Symbole hinzu?
- Kann untergeordnete Objekte haben: Wenn hier ein Haken gesetzt ist, kannst du dieses Objekt als "Eltern"-Element von weiteren Objekten definieren. Hast du zum Beispiel ein Verbindungsstück als Bauteil, könntest du zwei Rohre, die damit verbunden sind, als "Kind"-Objekte unterordnen und so einen klaren Zusammenhang schaffen.
- Zuweisbare Geometrien einschränken: Sobald hier ein Haken gesetzt ist, erhältst du drei Optionen, die du nach Belieben auswählen kannst: Punkte, Linien und Flächen.

Damit kannst du steuern, an welche Messobjekte dieses Verzeichnisobjekt zugewiesen werden kann und damit Fehlzuweisungen verhindern. Eine Muffe ergibt z.B. nur an einem einzelnen Punkt in deiner Vermessung Sinn, während ein komplettes Leitungsstück vermutlich an Linienobjekten zugewiesen werden soll. Eine Grabenfläche in Quadratmetern als Leistungsposition würdest du hingegen nur Flächen zuweisen. - Objekteigenschaften und Objektfelder: In der Standardeinstellung wirst du hier gar keine Eingabemöglichkeiten haben. Diese Optionen stellst du über deine Verzeichnistabelle ein. Du kannst dir deine Verzeichnisse wie eine große Excel-Tabelle vorstellen.
- Jedes Objekt im Verzeichnis ist eine Zeile und dient als Grundlage, um in Listen beliebig viele Objekte daraus zu erstellen.
- Objekteigenschaften sind Spalten, die du direkt ausfüllst, wenn du ein neues Objekt zu deinem Verzeichnis hinzufügst. Diese Eigenschaften sind für jedes Objekt mit diesem Typ gleich. Das bietet sich z.B. bei Bauteilen für eine feste Materialart oder Dimension an, bei Leistungsobjekten für z.B. für den Preis, die innerhalb einer Revision immer gleich bleiben werden. Objekteigenschaften sind immer aktiv. Du kannst rechts neben jeder Eigenschaft Einstellungen vornehmen: über den Stern kannst du eine begrenze Zahl an Eigenschaften anpinnen. Über das Auge kannst du die Sichtbarkeit steuern.

- Durch das Anpinnen wird die ausgewählte Objekteigenschaft auch in der Übersicht deiner Liste angezeigt, ohne, dass du extra in das Bauteil reinklicken musst.
- Durch das Verstecken kannst du Eigenschaften ausblenden, die für dieses spezielle Objekt nicht notwendig sind. Wenn du dir wieder eine Tabelle vorstellst, wären das also Spalten, die für das Objekt generell nicht relevant sind.
- Objektfelder sind hingegen Spalten, die erst später bei der praktischen Arbeit ausgefüllt werden. Falls du z.B. eine Muffe als Objekt in deinem Verzeichnis hast, kannst du daraus bei der Dokumentation drei Muffen erzeugen. Die Objekteigenschaften sind in jeder dieser Muffen direkt identisch enthalten – du musst also nicht jedes Mal ausfüllen, aus welchem Material die Muffe besteht. Die Objektfelder sind aber noch leer. Das könnte z.B. die Chargenummer sein, die für jedes Bauteil einzeln eingetragen werden muss. Diese füllen dann die Fachkräfte erst später aus. Auch hier kannst du weitere EInstellungen vornehmen.

- Feld aktivieren: Wenn du ein neues Objekt erstellst, sind die Felder erstmal inaktiv. Über die Checkboxen ganz links kannst du dann individuell für das Objekt definieren, welche Felder überhaupt angezeigt werden sollen. Wenn du dir wieder eine Tabelle vorstellst, würdest du hier also aus einer ganzen Reihe an Spalten nur die auswählen, die später im Feld für dieses Objekt auch ausgefüllt werden sollen. Alle weiteren Optionen erscheinen nur, wenn das Feld generell aktiv ist.
- Erforderlich: Ein Haken in dieser Box macht das Ausfüllen dieses Felds zur Pflicht. Nur, wenn etwas in dieses Feld eingegeben wurde, kann der Arbeitsschritt am Ende abgeschlossen werden.
- Anpinnen: Wie auch bei den Objekteigenschaften kannst du eine kleine Zahl von Feldern anpinnen und die eingegebenen Werte so auch in der Listenübersicht anzeigen lassen.
- Verstecken: Du kannst Felder nicht nur deaktivieren, sondern aktive Felder auch nachträglich noch verstecken.
Wenn du mit der Einrichtung des Verzeichnisobjekts fertig bist, kannst du die Änderungen oben über den Speichern-Button sichern. Nach dem gleichen Prinzip kannst du nun beliebig viele weitere Objekte zu deinem Verzeichnis hinzufügen.
Sobald du dein Verzeichnis fertig mit Objekten ausgestattet hast, musst du abschließend noch oben über der Liste auf Veröffentlichen klicken. Im Nachrichtenfenster gibst du am besten eine kurze Beschreibung davon ein, was du in dem Verzeichnis geändert hast, um das in Zukunft nachvollziehen zu können. Mit einem Klick auf Speichern sicherst du deine Änderungen in einer neuen Revision. Diese wird nun automatisch in allen zukünftig erstellen Vorgängen genutzt, die dieses Verzeichnis referenzieren.
